Prädikantinnen und Prädikanten

Gottesdienstteam
Bildrechte Pfarramt
v.l. Pfarrer Christoph Schürmann, Pfarrerin Kim Kießling (inzwischen in Australien), Diakon Peter Kessler, Vikarin Jutta Jarasch (hat inzwischen ihr Vikariat beendet), Prädikant Steffen Lutʒ, Prädikant Friedel Helmich, Prädikantin Sabine Heyeckhaus

Unsere Gottesdienste werden von verschiedenen Liturginnen und Liturgen geleitet. Neben den Hauptamtlichen der Gemeinde sind auch mehrere Prädikantinnen und Prädikanten bei uns tätig. Das ist eine große Bereicherung für das gottesdienstliche Geschehen in unserer Gemeinde und bietet eine bunte Mischung. Darüber sind wir sehr froh!

Steffen Lutʒ, Prädikant in unserer Gemeinde bis zum Januar 2026
Prädikant Steffen Lutʒ (in der Gemeinde aktiv bis Januar 2026)

" ... wenn Sie darüber mehr wissen wollen, fragen sie am besten nachher unseren Praktikanten am Ausgang ... " empfahl der Konfirmand bei den Abkündigungen. Und nach meinem ersten selbständig geleiteten Gottesdienst war denn auch gleich die Frage gekommen: "Herr Pfarrer, würden sie da vor dem Portal ein Fotos von uns machen?" Es ist aber auch ein schwieriges Wort: "Prädikant". Und so anders als der Talar des Pfarrers sieht unserer ja nun auch nicht aus ...

Evangelische sind besonders stolz auf das "Allgemeine Priestertum aller Getauften". Deshalb leiten nicht nur die Pfarrer*innen die Gemeinde. Deshalb leiten nicht nur sie G'ttesdienste.
In meinem Fall tat das ein Luftfahrt-Ingenieur, der zunächst erstmal zwölf Jahre lang Offizier gewesen war. Sogar in beiden deutschen Nachkriegs-Armeen. Ein "AIRBUS-ler", der aus Sachsen über Ostfriesland eingewandert war. Der dann 30 Jahre und einen Monat hier in Bayern lebte und arbeitete.

Ein Laie, der erst 2000 getauft und erst 2011 evangelisch geworden war. Der nie gewagt hätte, von sich aus zu bitten, dass er - spätberufenes "evangelisches Küken" - Kirchenvorsteher, Lektor und Prädikant werden darf. Den seine Gemeinde zu beidem ermutigt hatte. Der das eine seit 2012 und das andere seit 2018 war.

Mein Weg zum Glauben hätte verschlungener kaum sein können - am Ende jedoch hat G'tt gewonnen und "mich gekriegt". Und meine Ausbildung in der bayerischen Landeskirche war überaus fundiert, gründlich und bereichernd. 

In unserem Vohburger G'ttesdienst-Team - wo jeder seine ganz persönliche Art hat, G'ttesdienst zu feiern, so ist "für jeden etwas dabei" - war ich vielleicht der "katholischste": Ich liebe den agendarischen Sonntags-G'ttesdienst mit seinen Riten und Formeln und versuchte immer wieder zu erreichen, dass die Gemeinde diese Zeichen (neu) versteht und sich davon berühren lässt. Ich sang alles, was sich nur singen lässt: Psalm, Kyrie, Gloria, Abendmahlsliturgie, Schluss-Segen - oder gleich mal überhaupt alle Lieder gemeinsam mit unserem Gospelchor "GospelConnection". Ich predigte aus meinen Erfahrungen "draußen in der Welt" heraus ...

... und ich hätte mir im Leben nie vorstellen können, wie sehr schön und erfüllend es sein kann, selbst die heilige Feier eines G'ttesdienstes zu leiten. Darüber, dass ich das nun auch in meiner Heimat Sachsen tun darf, bin ich sehr froh. Und dankbar bin ich für die gute Zeit und den überaus herzlichen Abschied aus Vohburg.

Herzliche Grüße und
Gott befohlen!

Ihr
Steffen Lutʒ

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PS vom Frühjahr 2026:
Nachdem ich im Dezember 2025 mein Arbeitsleben beenden und in meine Heimat nach Sachsen zurückkehren durfte, wurde ich am 25. Januar 2026 aus unserer Gemeinde und aus dem Auftrag als Prädikant in der ELKB verabschiedet. Weil ich jedoch Bayern auch weiterhin regelmäßig besuche - immerhin habe ich 30 Jahre hier gearbeitet - wird Pfarrer Schürmann mir auch jetzt noch hin und wieder sein Kanzelrecht übertragen, und ich werde als "Gastprediger aus Sachsen" ab und zu noch Gottesdienste an den Predigtstandorten der Gemeinde zu Vohburg halten dürfen ... lassen Sie sich überraschen!